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Cheat Sheet

WordPress + WooCommerce — Cheat Sheet

Stand: · WordPress + WooCommerce – Grundlagen

WordPressWooCommerceE-CommerceOnlineshop

Der Spickzettel zum Seminar WordPress + WooCommerce – Grundlagen — für den Moment, in dem der Shop schon läuft und man kurz nachsieht, welche Rolle was darf, welcher Produkttyp passt oder warum die Kasse nicht gecacht werden darf. Zum Aufbauen eines Shops taugt er nicht; dafür ist das Seminar da. Maßgeblich bleiben die Originaldokumentationen von WordPress und WooCommerce — Stand hier ist WordPress 7.0 „Armstrong” und WooCommerce 10.9. Jeder Abschnitt verweist auf das Modul, aus dem er stammt.

Systemanforderungen

Es zählt immer das Strengere von beidem. Wer sich am WordPress-Minimum orientiert, unterschreitet die Shop-Anforderung und merkt es erst im Checkout.

BausteinWordPress 7.0WooCommerce 10.9
PHP8.3 empfohlen8.3 Minimum
DatenbankMySQL 8.0 / MariaDB 10.11MySQL 8.0 / MariaDB 10.6
HTTPSvorausgesetztZertifikat Pflicht
Arbeitsspeicherknapp bemessen reichtmindestens 256 MB
WordPressmindestens 6.9

Das Speicherlimit ist der häufigste Stolperstein: Günstige Pakete liefern oft 128 MB, und das fällt nicht bei der Installation auf.

Hosting-VariantePasst, wennKostet dich
Shared Hostingkleines Sortiment, wenig LastLeistung bei Lastspitzen
Managed WordPressFokus auf den Shop, nicht den ServerAufpreis, weniger Freiheit
VPS / Rooteigene Anforderungen an den StackAdministrationsaufwand

Modul: Tag 1 – WordPress-Grundlagen & Installation

Rollen und Rechte

Jeder bekommt so viele Rechte, wie er für seine Arbeit braucht. Wenn ein Konto in falsche Hände gerät, entscheidet die Rolle über den Schaden.

RolleDarfTypisch für
Administratoralles, auch Plugins und Codeeine, höchstens zwei Personen
Shop-ManagerBestellungen, Produkte, Shop-EinstellungenBestellabwicklung (kommt mit WooCommerce)
Redakteuralle Inhalte veröffentlichenRedaktion
Autoreigene Inhalte veröffentlichenMitarbeit
Mitarbeitereigene Inhalte schreibenexterne Zulieferung
AbonnentProfil, sonst nichtsKundenkonten

Für die tägliche Bestellabwicklung genügt Shop-Manager — dafür braucht niemand Administratorrechte.

Modul: Tag 1 – WordPress-Grundlagen & Installation

Themes: Block oder klassisch

AspektBlock-ThemeKlassisches Theme
VorlagenBlöcke, im Editor änderbarPHP-Dateien
AnpassungSite EditorCustomizer und Code
Globale Styleszentral über theme.jsonim Stylesheet verstreut
Kopf und FußTemplate-Partsfest in der Vorlage
Änderung ohne Codeweitgehend möglichbegrenzt
EmpfehlungStandard für Neuesnur bei Bestand

Ein Child-Theme ist im Block-Theme nur noch nötig, wenn eigene Vorlagendateien oder eigener Code dazukommen — Farben und Schriften hält der Site Editor.

Modul: Tag 2 – Design, Themes & Site Editor

Wo eine Änderung hingehört

Das nützlichste Raster des ganzen Seminars. Wer den Ort verwechselt, ändert entweder zu viel oder macht dieselbe Änderung zwanzigmal.

ZielOrtWirkt auf
Farbe aller ButtonsGlobale Stylesdie ganze Seite
SchriftartGlobale Styles / Font Librarydie ganze Seite
Logo im KopfTemplate-Part „Header”alle Seiten mit Header
Aufbau der StartseiteTemplate „Startseite”eine Vorlage
ProduktlisteShop-Vorlagealle Kategorien
Text einer SeiteSeiten-Editorgenau diese Seite

Schriften über die Font Library laden, nicht über einen externen Dienst — sonst werden Besucherdaten übertragen, bevor jemand zugestimmt hat.

Modul: Tag 2 – Design, Themes & Site Editor

Plugins: was ein Shop wirklich braucht

KategorieAufgabeAnmerkung
SicherheitLogin-Schutz, Härtungeines genügt
BackupSicherung und Restoreeines genügt
CachingAuslieferung beschleunigennie zwei parallel
SEOTitel, Beschreibungen, Sitemapeines genügt
FormulareKontakt, Rückfragenschlank wählen

Zwei Plugins derselben Kategorie behindern sich gegenseitig und erzeugen Fehler, die sich nicht zuordnen lassen. Deaktivierte Plugins gehören gelöscht — der Code bleibt sonst auf dem Server angreifbar.

Modul: Tag 2 – Design, Themes & Site Editor

KI-Bausteine in WordPress 7.0

BausteinWas es istWo du es siehst
AI ClientSchnittstelle zu Modellennicht direkt, im Hintergrund
Abilities APIVerzeichnis der Fähigkeitenüber Plugins nutzbar
ConnectorsVerwaltung der ZugängeDashboard, mit Vorlagen
Command PaletteSuche und Aktionen⌘K / Strg+K
AI-PluginAlt-Texte, Auszüge, Bilderseparat zu installieren

Ohne konfigurierten Connector bleiben die Funktionen wirkungslos. Und was an den Dienst geht, verlässt den eigenen Server — Kunden- und Bestelldaten gehören dort nicht hinein.

Modul: Tag 2 – Design, Themes & Site Editor

Die vier Shop-Seiten

SeiteAufgabeBesonderheit
ShopProduktübersichtArchiv, kein klassischer Inhalt
WarenkorbAuswahl prüfenheute als Block
KasseBestellung abschließenheute als Block
Mein KontoBestellungen, AdressenLogin für Kundschaft

Nie löschen — WooCommerce verweist an vielen Stellen fest auf sie. Symptom eines gelöschten Eintrags ist oft ein Warenkorb, der einfach leer bleibt.

Modul: Tag 3 – WooCommerce: Shop-Aufbau & Produkte

Produkttypen

TypWofürBeispiel
Einfacheine Ausführung, ein PreisTee in einer Dosengröße
VariabelVarianten mit eigenem Preis und BestandSeife in drei Düften
GruppiertSammlung verwandter ArtikelProbierset
Virtuellkein Versand nötigGutschein
DownloadDatei nach ZahlungRezeptheft als PDF

Virtuell und Download sind streng genommen Eigenschaften, keine eigenen Typen — sie lassen sich mit den anderen kombinieren. Varianten gehören über Attribute abgebildet, nicht über zwanzig Einzelprodukte; das Attribut muss dafür ausdrücklich „für Varianten verwendet” sein.

VorlageZeigtTypische Anpassung
Shopalle ProdukteSpaltenzahl, Sortierung
Kategorieeine KategorieFilter, Kopftext
Produktdetailein ProduktReihenfolge der Angaben
WarenkorbAuswahlHinweis auf Versandkosten
KasseBestellabschlussFelder, Pflichtangaben

Modul: Tag 3 – WooCommerce: Shop-Aufbau & Produkte

Zahlungsarten im DACH-Markt

Keine technische, sondern eine Marktfrage — fehlt eine erwartete Zahlungsart, bricht ein Teil der Kundschaft an der Kasse ab.

ArtErwartungZu bedenken
PayPalsehr hochGebühr je Transaktion
KreditkartehochZertifizierung über Anbieter
Kauf auf RechnunghochAusfallrisiko oder Dienstleister
LastschriftmittelRücklastschriften einplanen
KlarnamittelGebühren, eigene Regeln
Vorkasseniedrigverzögert den Versand

Beim Versand hängt alles an drei Begriffen: Die Zone ist ein geografisches Gebiet, die Methode die Kostenregel darin (Pauschale, kostenfrei ab Betrag, Abholung), die Klasse gruppiert Produkte mit abweichenden Kosten. Wo keine Zone existiert, erscheint im Checkout keine Versandart — und es kann niemand bestellen.

Modul: Tag 4 – Zahlungen, Versand, Steuern & Bestellabwicklung

Pflichtangaben im deutschen Shop

BereichInhaltOrt
ImpressumAnbieterkennzeichnungeigene Seite, verlinkt
DatenschutzVerarbeitung, Diensteeigene Seite
AGBVertragsbedingungeneigene Seite, Checkout
WiderrufBelehrung und FormularSeite und Bestätigungsmail
Widerrufsfunktionelektronisch, leicht auffindbarseit 19.06.2026 Pflicht
Preiseinkl. USt., zzgl. Versandkostenan jedem Preis
LieferzeitAngabe je ProduktProduktseite

Zwei Termine gelten seit 2026: die elektronische Widerrufsfunktion ab dem 19. Juni (ein deutlich gekennzeichneter Link genügt, ein technischer Button ist nicht vorgeschrieben) und die Transparenzpflichten des AI Act für bestimmte KI-Inhalte ab dem 2. August. Beides ist bußgeldbewehrt.

Das ist keine Rechtsberatung. Rechtstexte gehören von fachkundiger Stelle, nicht aus einem fremden Shop kopiert.

Modul: Tag 4 – Zahlungen, Versand, Steuern & Bestellabwicklung

Bestellstatus

StatusBedeutungNächster Schritt
Zahlung ausstehendkeine Zahlung eingegangenabwarten oder erinnern
WartendVorkasse angekündigtZahlungseingang prüfen
In Bearbeitungbezahlt, nicht versandtkommissionieren
Abgeschlossenversandt und erledigtnichts
Storniertvom Shop beendetggf. Bestand zurückbuchen
RückerstattetGeld zurückBuchhaltung informieren

„In Bearbeitung” ist der Arbeitsvorrat des Tages. Ob eine Transaktions-E-Mail tatsächlich rausging, steht seit WooCommerce 10.9 im Core-Protokoll unter WooCommerce → Status → Logs — dafür braucht es kein Plugin mehr. Bestellungen liegen seit Version 9.0 standardmäßig in eigenen Tabellen (HPOS); Erweiterungen müssen das unterstützen.

Modul: Tag 4 – Zahlungen, Versand, Steuern & Bestellabwicklung

Caching: was darf, was nicht

Die Frage lautet immer: Sieht diese Seite für alle gleich aus?

SeitePage CacheAnmerkung
Startseitejagrößter Gewinn
KategorieseitejaFilter beachten
ProduktseitejaBestand kann veralten
Warenkorbneinpersonenbezogen
Kasseneinpersonenbezogen
Mein Kontoneinpersonenbezogen

Werden Warenkorb oder Kasse gecacht, sehen Kundinnen fremde Inhalte — das ist kein Schönheitsfehler, sondern ein Datenschutzvorfall. Jedes brauchbare Plugin schließt diese Seiten standardmäßig aus; trotzdem prüfen.

Modul: Tag 5 – Sicherheit, Performance, Wartung & Go-Live

Backup-Strategie

FrageAntwortWarum
WasDatenbank und DateienBestellungen in der DB, Bilder im Dateisystem
Wie ofttäglichjeder Tag hat Bestellungen
Wohinexterner SpeicherServerausfall trifft sonst beides
Wie lange30 TageSchaden fällt oft spät auf
Getestetvierteljährlichungetestet ist kein Backup

Beim Restore-Test die Dauer notieren — im Ernstfall ist das die Zahl, die zählt.

Modul: Tag 5 – Sicherheit, Performance, Wartung & Go-Live

Fehlerbilder und erster Schritt

SymptomWahrscheinlichErster Schritt
Weiße SeitePHP-FehlerDebug-Log lesen
Seite nach Update kaputtPlugin-KonfliktWiederherstellungsmodus
Kein WarenkorbShop-Seite fehltSeitenzuordnung prüfen
Mails kommen nicht anVersandproblemWooCommerce → Status → Logs
Kasse langsamCache oder PluginErweiterungen prüfen

Der Wiederherstellungsmodus schickt seinen Link per E-Mail — wenn die Absenderadresse nicht stimmt, steht man vor dem eigenen Shop.

Modul: Tag 5 – Sicherheit, Performance, Wartung & Go-Live

Typische Fallen

  • Permalinks nach dem Start ändern. Jeder gespeicherte und geteilte Link läuft danach ins Leere. Vor dem ersten veröffentlichten Inhalt festlegen.
  • Der Sichtbarkeits-Haken bleibt stehen. „Suchmaschinen abhalten” schützt die Baustelle und muss zum Go-Live weg — die häufigste Ursache für „mein Shop steht nicht bei Google”.
  • Testzugangsdaten im Live-Shop. Bestellungen kommen herein, Geld nicht, und nichts meldet es.
  • Währung oder Maßeinheiten spät ändern. Altbestellungen behalten ihre Angabe; Gewichte müssen von Hand nachgepflegt werden.
  • Attribut ohne Häkchen „für Varianten verwendet”. Es entstehen dann schlicht keine Varianten — die erste Stelle, an der man nachsehen sollte.
  • Platzhalter in der Tracking-Vorlage überschrieben. Alle Sendungslinks zeigen danach auf dieselbe Sendung.
  • Keine Auffangzone im Versand. Aus nicht abgedeckten Ländern kann niemand bestellen, und es taucht in keiner Statistik auf.
  • Deaktivierte Plugins liegen lassen. Deaktivieren ist kein Löschen; der Code bleibt angreifbar.
  • Zwei Plugins derselben Kategorie. Zwei Caching- oder zwei SEO-Plugins erzeugen Fehler, die sich nicht zuordnen lassen.
  • Backup auf demselben Server. Fällt die Maschine aus, ist beides weg. Und die Medienbibliothek gehört mit gesichert, nicht nur die Datenbank.
  • Auto-Updates pauschal für alles. Bestellrelevante Erweiterungen gehören vorher auf eine Testinstanz, samt Testbestellung danach.
  • Mails von einer Freemail-Adresse. Sie landen zuverlässig im Spam — eigene Domain als Absender verwenden.
  • Bilder in Originalgröße. 4000 Pixel breit ausliefern und per CSS auf 400 schrumpfen lädt trotzdem alles.
  • Strukturierte Daten für Bewertungen, die es nicht gibt. Falsche Angaben kosten die Anzeige in den Suchergebnissen, ein fehlendes Feld nicht.

Zum Seminar WordPress + WooCommerce – Grundlagen